Welche Teichpflanzen helfen gegen Algen?

Vorweg: Ohne Algen gäbe es kein Leben auf der Erde! Manche sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, manche sind grün, andere rot – Einige wachsen sogar auf Eis! Wussten Sie, dass die Algen im Meer 80% des in der Atmosphäre vorkommenden Sauerstoffs produzieren? Urteilen Sie also nicht zu schnell schlecht über Algen. 

Für den biologischen Kreislauf in unseren Teichanlagen sind Algen ein sehr wichtiger Bestandteil. Alles beginnt mit dem Phytoplankton, das sind einzellige Algen, die auch dafür verantwortlich sind, wenn sich das Wasser in Teichen grünlich verfärbt. Das Phytoplankton ist wiederum Nahrungsgrundlage für das Zooplankton, dass sind mikroskopisch kleine Tierchen. 

Das bedeutet wiederum, wenn ausreichend Zooplankton im Teich leben kann, kommt es zu keiner grünen Verfärbung des Wassers durch Phytoplankton. Die nächste hierarchische Stufe sind die Makrozoobenthos. Das sind Tiere, die mit bloßem Auge zu erkennen sind, wie beispielsweise Muscheln, Würmer oder Wasserkäfer. Die sind wiederum ein wichtige Nahrungsgrundlage für andere Teichtiere, wie Fische, Flusskrebse und Amphibien.

In einer Teichanlage gibt es eine Vielzahl von biologischen Prozessen und wenn diese nicht richtig funktionieren, dann kommt es zu Problemen im Teich. Ein Beispiel ist das übermäßige Algenwachstum. Doch keine Angst, damit stehen Sie nicht allein: Ein Problem von vielen Teichbesitzern. Was tut man also, wenn man in seiner Teichanlage Probleme mit einem übermäßigen Algenwachstum hat?

 

>> Mehr Informationen über Teichpflanzen gegen Algen siehe unten.

Anti-Algen-Teichpflanzen

Wasserhahnenfuß - Ranunculus aquatilis
Blütezeit: Mai bis August
Blütenfarbe: weiß
Standort: sonnig bis halbschattig
Höhe: unterwasser
Wasserstand: bis 100 cm
Winterfest: ja
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Häufige Fragen und Antworten (FAQ)


Was tut man also, wenn man in seiner Teichanlage Probleme mit einem übermäßigen Algenwachstum hat?

Die Lösung verbirgt sich meistens in vielen kleinen Details. Ist eine funktionierende Kapillarsperre vorhanden? Wurden die richtigen Substrate verwendet? Welche Filteranlage wird genutzt? Welche Menge an Fischfutter wird verwendet? Es gibt viele Fragen, die das übermäßige Algenwachstum bedingen. Das würde an dieser Stelle den Rahmen jedoch deutlich sprengen. Wir helfen Ihnen gern, diese Details unter die Lupe zu nehmen, doch betrachten wir das Problem nun etwas pragmatischer: Algen brauchen Nährstoffe um zu wachsen. 

Sind zu viele Nährstoffe vorhanden, wachsen die Algen entsprechend stark. Die besten Nährstoff-Konkurrenten sind Ihre Teichpflanzen, denn diese verbrauchen eben auch die Nährstoffe, die Algen benötigen. Wachsen also genug Teichpflanzen in Ihrem Teich, gibt es keine Algen mehr? Theoretisch richtig, wenn da nicht das Problem wäre, dass Algen wesentlich robuster und hartnäckiger sind als Teichpflanzen. Um das Problem in den Griff zu bekommen muss für die Wasserpflanzen der optimale Lebensraum geschaffen werden, denn dann sind die Pflanzen stark genug um erfolgreich gegen die Algen zu konkurrieren. 

Um den idealen Lebensraum für Wasserpflanzen zu schaffen, ist ein essenzieller Punkt das passende Pflanzsubstrat. Und hier sollten Sie besonders aufmerksam sein. Fälschlicherweise ist weit verbreitet, dass Teicherde oder Kies für die Pflanzung von Wasserpflanzen verwendet werden sollte. Das ist zugleich einer der größten Fehler, den Sie begehen können. So würden Sie sicher keine Gartenrosen in Kies pflanzen, denn darin würden die Pflanzen nicht richtig wachsen. Genauso verhält es sich mit den Teichpflanzen. Teicherde hingegen enthält sehr viele Nährstoffe und die Wasserpflanzen werden darin sicher üppig wachsen. Leider auch die Algen, denn die vielen Nährstoffe gelangen auch ins freie Wasser und darüber freuen sich die Algen sehr. 

Die richtige Wahl des passenden Substrats für Teichpflanzen sollte eine Mischung aus Sand, Lehm, Ton, Kalksandstein und Lava sein. Ein solches fertig gemischtes Substrat finden Sie bei uns im Shop in der Kategorie „Teichsubstrate“ unter dem Namen „Wasserpflanzen-Substrat“. Der große Vorteil bei einem solchen Substrat im Vergleich zu Kies oder Teicherde liegt darin, dass das Substrat kaum Nährstoffe an das Wasser abgibt und ideal für die Wurzelbildung der Teichpflanzen ist. Zudem empfehlen wir Ihnen beim Einpflanzen der Teichpflanzen ein Düngekegel dazuzugeben. Dieser sollte sich mindestens 10cm tief im Substrat befinden. 

Die Nährstoffe vom Düngekegel sind dann nur der Wasserpflanze vorbehalten und Algen können nicht davon profitieren. Dadurch wird Ihre Wasserpflanze schneller und besser heranwachsen und kann stärker gegen die Algen konkurrieren. Abschließend möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass es viele weitere Faktoren gibt, die das übermäßige Wachstum der Algen begünstigen und wir hier einen Weg beschreiben, um das Problem in den Griff zu bekommen, damit Sie möglichst schnell wieder die Schönheit Ihres Gartenteiches genießen können. 

Welche Teichpflanzen helfen gegen Algen?

Es gibt Wasserpflanzen, die einem Algenwachstum besonders gut entgegenwirken. Insbesondere Unterwasserpflanzen eignen sich dafür, aber auch Uferpflanzen können unterstützen. 

Die 10 besten Uferpflanzen gegen Algen:

Bachbunge, Blutweiderich, Igelkolben, Schilfrohr, Schlank-Segge, Schwertlilie gelb, Wasserminze, Wasserschaden, Zungenhahnfuß, Zypergras

Die 10 besten Unterwasserpflanzen gegen Algen:

Tausendblatt, Ähriges Tausendblatt, Wasserpest, Wasserhahnenfuß, Wasserschraube, rundblättriger Rotala, Hornkraut, Nadelkraut, Nadelsimse, Frühlingswasserstern

Was hilft gegen Algen im Fischteich?

Das Problem in Fischteichen ist, dass die Fische gefüttert werden und zudem die wasserreinigenden Mikroorganismen fressen. Es bilden sich dadurch viele Nährstoffe, die wiederum von den Algen zum Wachsen verwendet werden können. Um dem entgegen wirken zu können, ist u.a. der Einsatz von einer professionellen Filteranlage zwingend erforderlich. Eine Filteranlage hilft gegen die Algen und sorgt zudem für eine gute Wasserqualität in Ihrem Fischteich.

Was hilft gegen grünes Wasser im Teich?

  • Unterwasserpflanzen bzw. Sauerstoffpflanzen einsetzen
  • Filteranlage häufiger reinigen
  • Laubeinträge (allg. Nährstoffe) reduzieren
  • häufiger den Teich mit einem Teichsauger von Sediment bzw. Schlamm befreien
  • Fischbestand reduzieren und ggf. weniger füttern
  • UVC-Gerät einsetzen, nur in Kombination mit einer Filteranlage

Wieso entstehen Algen in Teichen?

Algen können sich explosionsartig vermehren. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe, doch meistens liegt dem ein Nährstoffüberschuss zu Grunde.

Sind Algen in Teichen gefährlich?

Algen sind meistens ungefährlich. Kommt es aber zu einer explosionsartigen Vermehrung von Algen, gerade bei sommerlichen Temperaturen, kann dies sehr schnell zu Sauerstoffmangel im Wasser führen. Denn beim Verrottungsprozess wird dem Wasser dann der Sauerstoff entzogen.

Blaualgen, die eigentlich Cyanobakterien sind, kommen überall im Wasser vor und sind bei normaler Konzentration völlig ungefährlich. Wenn sich diese Bakterien jedoch stark vermehren und in großer Menge vorkommen, kann es problematisch für Badegäste und die Wasserqualität werden.